Archiv der Kategorie: Gemalte Lebenserfahrung

Das sexy vs. spleenig Klassifikationsmodell

Angetrieben und tief berührt durch die andauernde, verzweifelte Suche von Frauen nach einem tieferen Grundverständnis über die abgründige Psyche des Mannes, seiner mysteriösen, ja okkulten Entscheidungsparameter, seiner kryptischen Art zu denken und zu wählen, die tagtäglich viele Doppel-X-Chromosomenträger an den Rand der Verzweiflung bringt, möchte ich nun meinen Beitrag zur Erreichung der nächsthöheren Transparenzstufe leisten.
Ich beziehe meine Ausführungen auf das weithin bekannte, wissenschaftlich überragende Barney-Stinson-Denkmodell „The Hot/Crazy-Scale“ („How I Met Your Mother“, vorgestellt in Staffel 3, Episode 5, bitte nur in Englisch!). Die Kenntnis des Original-Erklärmodells ist hierbei absolut essentiell, um meinen weiterführenden Analysen einigermaßen folgen zu können. Ich bitte daher die völlig planlosen Leser Leserinnen, zuallererst den YouTube-Clip intensiv zu studieren.
An anderer Stelle wurde bereits fälschlicherweise angenommen, dass schön, dumm, irre, hübsch, garstig, hässlich oder schlau relevante Entscheidungsparameter für Männer bei der Beurteilung von Frauen sein könnten. Viel zu kompliziert für Männer!!! Wir haben ausschließlich 2 Attribute, nach denen wir Frauen abschließend klassifizieren: 1. Sexy (aka heiß, interessant, faszinierend) und 2. Spleenig (aka irre, verrückt, nervig).
Der Entscheidungsprozess wird hierdurch angenehm vereinfacht und schont knappe, männliche Ressourcen. Sind beide Einzelwerte durch eine sekundenschnelle Bauchentscheidung bestimmt, wird nur noch überprüft, ob die Probandin im Zieldreieck über der Heather-A-Diagonale liegt [Anm.: Im Original ist das die Vickie Mendoza Diagonallinie; bei mir heißt diese Frau aber Heather A., eine Amerikanerin, die sich während eines Londoner Projekts täglich eng auf dieser Linie bewegte, d.h. also immer genau so sexy wie verrückt war].
Liegt die Probandin unter der Heather-A-Diagonale und positioniert sich damit im ‚Dreieck der Verzweiflung‘, wird der Mann beziehungstechnisch eine harte Vollbremsung auslösen und den Rückwärtsgang einlegen. Eine Frau kann also durchaus spleenig, verrückt oder sanft durchgeknallt sein, solange sie im gleichen Maße sexy, heiß und interessant ist (siehe Bsp. 1). Ein höherer Nervgrad verlangt zwangsläufig nach heißerem Styling, brillanterer Unterhaltung und unwiderstehlich interessanten Angeboten, um nicht in das Bermuda-Dreieck der Verzweiflung (auf beiden Seiten) abzufallen (siehe Bsp. 2).
Mit wachsender Verrücktheit wird es jedoch immer schwerer, sein durchgeknalltes, verrücktes, zickiges Verhalten durch eine Steigerung auf der Sexy-Skalenachse zu kompensieren. Zögern Sie in diesem Fall nicht, zu gradlinigen, aber sittenfernen Maßnahmen (z.B. Sex auf Taxi-Rücksitzen, Hochsitzen, Riesenrädern) zu greifen, um wertvolle Skaleneffekte zu erzielen, sich so völlig neu zu positionieren und aus der drohenden Todeszone (auch bekannt als die ‚Shelly Galezby Zone‘ zu katapultieren.
Weiterführende Quellenangaben:
[1] Urban Dictionary: The Hot-/Crazy-Scale
[2] How I Met Your Mother: Episode „How I Met Everyone Else“, Season 3, Episode 5
[3] How I Met Your Mother Wiki: The Hot-/Crazy-Scale

Unausgesprochene Fitti-Psychologie

Aus unserer die harte Lebenswirklichkeit widerspiegelnden Lernreihe „Gemalte Lebenserfahrung“: Abendlicher Versuch einer leicht frustrierten Klassifikation, wenn man im Fitness-Studio einen früheren Arbeitskollegen getroffen hat, der heute höchstwahrscheinlich Fachverkäufer für anabole Steroide und Synthol ist.
To-Do-Listeneintrag: Ab jetzt wieder mindestens 2x die Woche trainieren.
Neon!